Extrakorporale Stoßwellentherapie
Die Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist ein modernes, schonendes Verfahren zur Behandlung von Beschwerden des Bewegungsapparats.
In unserer Praxis setzen wir das PiezoWave 2T ein. Mit seinen drei unterschiedlichen Therapiequellen ermöglicht das System eine gezielte Anpassung der Behandlung an verschiedene Beschwerden und Körperregionen. Es leitet hochenergetische Schallwellen gezielt in die zu behandelnde Körperregion – ähnlich wie Ultraschall, jedoch mit anderen physikalischen Eigenschaften.
Anpassung der Behandlung an unterschiedliche Beschwerdebilder
Der PiezoWave 2T verfügt über drei verschiedene Therapiequellen. Dadurch kann die Behandlung individuell an die jeweiligen Beschwerden angepasst werden:
Punkt fokussiert
Für die gezielte Behandlung einzelner, tiefer liegender Schmerzpunkte, beispielsweise bei bestimmten Sehnen- oder Knochenbeschwerden.
Linear fokussiert
Für eine gleichmäßigere Behandlung längerer Strukturen und größerer Areale, etwa bei Beschwerden der Achillessehne oder größerer Muskelgruppen.
Planar (flächig)
Für oberflächliche und großflächige Beschwerden, beispielsweise bei muskulären Verspannungen oder Triggerpunkten im Nacken- und Rückenbereich.
Wie wirkt die Stoßwellentherapie?
Die mechanische Energie der Schallwellen wird im behandelten Gewebe in biologische Signale umgewandelt. Dadurch können verschiedene körpereigene Prozesse angeregt werden. Dazu zählen unter anderem die Bildung neuer Blutgefäße, die Freisetzung von Wachstumsfaktoren sowie die Aktivierung von Reparaturmechanismen im Gewebe.
Ebenso kann die Stoßwellentherapie bei bestimmten Beschwerden Regenerationsprozesse unterstützen und bei ausgewählten Indikationen zum Abbau von Kalkablagerungen beitragen. Außerdem kann sie die Freisetzung körpereigener schmerzlindernder Botenstoffe fördern und so zur Schmerzlinderung beitragen.
Wann wird die Stoßwellentherapie eingesetzt?
Die Stoßwellentherapie kann unter anderem bei folgenden Beschwerden des Bewegungsapparats eingesetzt werden:
- Tennisellenbogen
- Golferellenbogen
- Kalkschulter
- Triggerpunktbeschwerden
- Achillessehnenbeschwerden
- Fersensporn
- Plantarfasziitis
- Patellaspitzensyndrom
- Schienbeinkantensyndrom (Tibiastress-Syndrom)
- Hüftschmerzen und Schleimbeutelreizungen (Bursitis)
- Muskelverspannungen im Nacken- und Rückenbereich mit Triggerpunkten
Behandlungsablauf und Häufigkeit
Die Behandlung mit dem PiezoWave 2T erfolgt ambulant. Nach der Behandlung können Sie Ihren gewohnten Alltag in der Regel unmittelbar wieder aufnehmen.
Für einen nachhaltigen Behandlungserfolg sind häufig mehrere Sitzungen erforderlich. Diese finden üblicherweise im Abstand von ein bis zwei Wochen statt. Die Anzahl der empfohlenen Behandlungen richtet sich nach Art, Dauer und Ausprägung der Beschwerden und wird individuell mit Ihnen besprochen.
Viele Patienten berichten bereits im Verlauf der Behandlungsserie über eine Verbesserung ihrer Beschwerden. Die Wirkung kann sich dabei auch über einen längeren Zeitraum weiterentwickeln. Sollten Beschwerden zu einem späteren Zeitpunkt erneut auftreten, kann nach ärztlicher Beurteilung eine Wiederholung der Behandlung sinnvoll sein.
Ein bewährtes Verfahren
Die Stoßwellentherapie wird seit mehr als 30 Jahren eingesetzt. Ursprünglich wurde sie zur Behandlung von Nierensteinen entwickelt. Heute findet sie auch Anwendung bei verschiedenen Beschwerden des Bewegungsapparats.
Dabei gilt sie in der Orthopädie als etabliertes, nicht-invasives Behandlungsverfahren. Je nach Beschwerdebild kann sie eine sinnvolle Ergänzung oder Alternative zu anderen konservativen Behandlungsmethoden darstellen.
In bestimmten Situationen kann eine Stoßwellentherapie nicht durchgeführt werden, beispielsweise während einer Schwangerschaft, bei aktiven Infektionen oder bestimmten Grunderkrankungen. Gerne klären wir in einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen, ob diese Therapieform für Sie geeignet ist.

